Computer kennen keine Buchstaben, keine Farben, keine Zahlen — nur zwei Zustände. Wie aus Nullen und Einsen trotzdem alles wird, was ein Computer verarbeitet.
Bevor wir verstehen, wie Computer rechnen, klären wir einen weit verbreiteten Irrtum — und schauen, wo im Alltag längst Systeme stecken, die genauso funktionieren wie ein Computer.
Ein Zweizustandssystem kann nur zwei verschiedene, eindeutige Zustände annehmen. Es gibt keine Zwischenstufen — nur entweder/oder. Kein "vielleicht", kein "ein bisschen".
Solche Systeme begegnen dir ständig — auch außerhalb von Computern.
Ein Bit (von "Binary Digit", binäre Ziffer) ist die kleinste Informationseinheit der Informatik. Es kann nur zwei Werte annehmen: 0 oder 1.
Ein einzelnes Bit kann nur zwei Zustände speichern — sehr wenig. Reiht man mehrere Bits aneinander, entstehen viel mehr mögliche Kombinationen. Stelle die Anzahl der Bits ein und sieh dir alle Kombinationen an.
Die Grundfrage: "Wie viele Bits werden benötigt, um X verschiedene Elemente zu kodieren?" Dafür gibt es einen einfachen Algorithmus.
Zähle alle Elemente (Varianten), die kodiert werden sollen. Beispiel: Wochentage = 7 Elemente.
Finde die kleinste 2er-Potenz, die mindestens so groß ist wie die Anzahl der Elemente.
Der Exponent dieser 2er-Potenz ist die benötigte Anzahl Bits.
Bearbeite die drei Schritte der Reihe nach. Der nächste Schritt wird erst freigeschaltet, wenn deine Lösung stimmt. Danach geht es mit einem neuen Beispiel weiter.
Beispiel 1 von 5
Wie viele verschiedene Elemente müssen kodiert werden können?
Welche 2er-Potenz ist die kleinste, die mindestens so groß ist wie die Anzahl der Elemente?
Welcher Exponent gehört zur gefundenen 2er-Potenz? Das ist die gesuchte Bitanzahl.
Jede Dezimalzahl lässt sich als Summe von 2er-Potenzen schreiben — und genau das ist die Binärdarstellung.
Teste dein Wissen zu Zweizustandssystemen, Bit, Bitanzahl-Algorithmus und Dezimal-Binär-Umrechnung.
„Warum haben sich ausgerechnet zwei Zustände durchgesetzt — und nicht drei oder zehn?"