Verstehe, was eine Komplexaufgabe ist. Wähle deinen Projekttyp, analysiere das Problem systematisch und erstelle einen vollständigen Projektplan mit Teamrollen und Terminen.
Los geht's →In der Klasse 8 arbeitet ihr an einem echten Projekt — der Komplexaufgabe. Aber was ist eigentlich ein Projekt, und was macht es anders als eine normale Aufgabe? Hier lernst du die wichtigsten Grundbegriffe kennen.
Ein Projekt ist ein Vorhaben, das einmalig ist, ein klares Ziel hat, in einem Team bearbeitet wird und ein konkretes Ergebnis liefert.
Jedes Projekt läuft in Stufen ab — vom ersten Gespräch bis zur Abschlusspräsentation. Jede Stufe hat klare Aufgaben.
Damit ein Projekt nicht aus dem Ruder läuft, setzt man unterwegs Zwischenziele — konkrete Punkte, an denen etwas fertig sein muss.
Ein Projekt ist immer Teamarbeit. Und am Ende fragt ihr euch nicht nur „Was haben wir gebaut?" — sondern auch: „Wie haben wir zusammengearbeitet?"
Welches der folgenden Vorhaben ist nach unserer Definition ein vollständiges Projekt?
Was genau wollt ihr am Ende vorzeigen? Dreht den Regler oder nutzt die Pfeile und schaut euch jeden Projekttyp an — was er bedeutet und welche Werkzeuge ihr dafür braucht.
Was macht ihr, wenn ihr nicht weiterkommt? Es gibt Strategien, die dabei helfen — nicht nur in der Informatik, sondern bei jedem schwierigen Problem. Klappt eine auf, lest die Erklärung und wendet sie auf euer Projekt an.
Zerlege ein großes Problem in kleinere Teile — und löse jeden Teil für sich.
Wenn ein Problem zu groß ist, um es auf einmal zu lösen, teilt man es in kleinere Stücke auf. Jedes Stück ist überschaubar genug, um es anzupacken. Am Ende fügt man die Teile zusammen — und hat das Gesamtproblem gelöst.
Im Projekt bedeutet das: Zerlegt euer Projektziel in Teilaufgaben. Jede Teilaufgabe zerlegt ihr weiter in einzelne Schritte. Jeder Schritt soll so klein sein, dass eine Person ihn an einem Nachmittag erledigen kann.
Schreibt euer Projektziel auf. Zerlegt es in genau 3 Teilaufgaben — und jede Teilaufgabe in mindestens 2 Schritte.
Probiert verschiedene Lösungen aus — und notiert bei jedem Versuch, was ihr dabei gelernt habt.
Manchmal weiß man nicht, was funktioniert — dann muss man es ausprobieren. Das ist keine Niederlage, sondern eine Methode. Wichtig: Ihr schreibt bei jedem Versuch auf, was ihr gemacht habt und was das Ergebnis war. So lernt ihr aus Fehlern, statt dieselben Dinge immer wieder zu versuchen.
Ohne Aufschreiben ist Ausprobieren Chaos. Mit Aufschreiben ist es echter Fortschritt.
Überlegt: Welches Problem könnte bei eurem Projekt auftreten? Plant 3 Lösungsversuche — was würdet ihr zuerst, dann als zweites, dann als drittes ausprobieren?
Suche nach etwas Ähnlichem, das schon funktioniert — und übernehme, was du davon gebrauchen kannst.
Niemand fängt bei null an. Fast jedes Problem hat eine gewisse Ähnlichkeit mit etwas, das es schon gibt. Schaut euch an, wie andere es gelöst haben — und übernehmt, was zu eurem Projekt passt. Ihr müsst das Rad nicht neu erfinden.
Ein Wiki funktioniert zum Beispiel wie ein gedrucktes Lexikon — nur digital, verlinkbar und von vielen gleichzeitig bearbeitbar. Diese Ähnlichkeit hilft euch zu verstehen, wie ihr ein Wiki aufbaut.
Findet etwas aus dem echten Leben, das eurem Projekt ähnelt. Was könnt ihr davon übernehmen — und was müsst ihr anpassen?
Starte beim fertigen Endprodukt und arbeite dich rückwärts vor — Schritt für Schritt bis zum heutigen Tag.
Statt zu fragen „Wo fangen wir an?" fragt ihr: „Was muss am letzten Tag fertig sein?" Dann: „Was muss dafür eine Woche vorher fertig sein?" Und so weiter — rückwärts, bis ihr beim heutigen Tag ankommt. So seht ihr sofort, wie viel Zeit ihr für jeden Schritt habt.
Das ist besonders hilfreich, wenn die Zeit knapp wirkt. Oft merkt man dabei: Wenn wir jetzt nicht mit Schritt X anfangen, werden wir am Ende zu wenig Zeit für Schritt Y haben.
Schreibt euren Abgabetermin auf. Arbeitet dann rückwärts und notiert mindestens 4 Zwischenziele mit Datum.
Tragt hier alle Projektdaten ein: Name, Typ, Teammitglieder mit Aufgaben und alle Arbeitsstufen mit Verantwortlichen und Terminen. Eure Eingaben werden automatisch gespeichert — auch nach einem Neuladen der Seite.
Jetzt wo Team und Projektstufen feststehen: Zerlegt das Projekt in konkrete Teilaufgaben. Wählt für jede Teilaufgabe eine Projektstufe — der Verantwortliche wird automatisch übernommen.
„Wir erstellen ein Wiki" — das klingt einfach, aber niemand weiß, wo man anfangen soll. Die Lösung: das große Ziel in kleinere Teile aufteilen, bis jeder Teil so überschaubar ist, dass man klar sagen kann: Das macht Person X bis Datum Y.
Das ist ein Grundprinzip der Informatik — und gleichzeitig einer der wichtigsten Tricks im Projektmanagement: Was riesig wirkt, wird durch Aufteilen beherrschbar.
Teste, was du gelernt hast. 8 Fragen in vier Schwierigkeitsstufen — von Grundwissen bis kritischem Denken.
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„Ihr habt euer Projekt analysiert, einen Typ gewählt, das Problem zerlegt und einen Plan erstellt. Welche dieser vier Tätigkeiten fiel eurem Team am schwersten — und was hat euch geholfen, trotzdem weiterzumachen?"
Notiert eure Antwort — sie ist die Basis für die Reflexion in Modul 3.