Koordinatenform
Aus der Normalenform $\vec{n} \circ (\vec{x} - \overrightarrow{OA}) = 0$ erhält man durch Umstellen und Ausmultiplizieren die Koordinatenform:
Die Koordinatenform ist die kompakteste Schreibweise und besonders praktisch für Schnitt- und Lagebeziehungen mit Geraden.
Umrechnung · Normalenform → Koordinatenform
Gegeben: $\vec{n} = \begin{pmatrix}2\\1\\3\end{pmatrix}$, $A(1\,|\,2\,|\,1)$.
Schritt 1. Normalenform aufstellen:
Schritt 2. Umstellen zu $\vec{n}\circ\vec{x} = \vec{n}\circ\overrightarrow{OA}$ und ausmultiplizieren:
Ergebnis:
Probe · Punkt einsetzen
Beispiel 1. Liegt der Punkt $P(2\,|\,1\,|\,1)$ in der Ebene $E:\; 2x + y + 3z = 7$?
$\Rightarrow$ P liegt nicht in E.
Beispiel 2. Liegt der Punkt $Q(1\,|\,2\,|\,1)$ in derselben Ebene?
$\Rightarrow$ Q liegt in E.
Vorteile der Koordinatenform
- Punkt-Probe direkt durch Einsetzen
- Normalenvektor sofort ablesbar: $\vec{n} = \begin{pmatrix}n_1\\n_2\\n_3\end{pmatrix}$
- Spurpunkte (Schnittpunkte mit den Achsen) leicht berechenbar
- Lagebeziehungen mit Geraden in einem Schritt lösbar
Besondere Lagen
Eine Ebene $E:\; n_1 x + n_2 y + n_3 z = d$ liegt besonders, wenn einzelne Koeffizienten verschwinden:
Regel · Koeffizient = 0
- $n_i = 0$: Die Ebene ist parallel zur i-Achse
- $n_i = n_j = 0$: Die Ebene ist parallel zur i-j-Achsenebene
- $d = 0$: Die Ebene geht durch den Ursprung